Nach zweijähriger Planungs- und Umsetzungsphase hat der Kirchenschatz von St. Oswald in der Kapelle Maria Hilf seinen neuen Bestimmungsort gefunden.
Der Kirchenschatz der Stadtzuger Kirche St. Oswald umfasst eine beachtliche Sammlung bis zu 500 Jahre alter, herausragender Gold- und Silberschmiedearbeiten sowie andere Kunstschätze. Nach einer zwei Jahre dauernden Planungs- und Umsetzungsphase ist er ab anfangs März in der Kapelle Maria Hilf im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich.
Rare Kunstschätze zugänglich gemacht
«Die qualitativ ausserordentlich hochwertigen und beeindruckenden Kunstschätze, insbesondere die Silberstatue des heiligen Michael, sind in dieser Art sehr rar» erklärt Elisabeth Feiler, Kuratorin für Kunst- und Kulturgüter der Katholischen Kirchgemeinde Zug. Entsprechend war es dem Kirchenrat und der Pastoral ein Anliegen, diese einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Der neue, barrierefreie Standort in der Kapelle Maria Hilf ist ideal. Im bestehenden historischen Schrank wurde eine speziell gefertigte, mehrfach gesicherte, klimatisierte Vitrine integriert. Um die Kapelle weiterhin als Andachtsort zu respektieren, wird die Vitrine nur im Rahmen von Führungen geöffnet.

Einsegnung und Führungen
Die Einsegnung mit anschliessender Führung findet am Sonntag, 2. März 2025, 11.15 Uhr in der Kapelle Maria Hilf statt. Die Einsegnung nimmt Pfarrer Reto Kaufmann vor. Die Führung übernimmt Kuratorin Elisabeth Feiler. Die nächsten Führungen finden
- am Internationalen Museumstag vom 18. Mai,
- am 23. Mai anlässlich der langen Nacht der Kirchen
- und am 1. August 2025 statt.
Private Führungen sind auf Anfrage möglich via info@kath-zug.ch.
Alte Tradition
Die Tradition, Kunstschätze in Schränken zu bewahren, reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als fürstliche und wohlhabende Bürger repräsentative Sammlungen anlegten, die nur zu besonderen Anlässen gezeigt wurden. Die im Gottesdienst verwendeten Objekte wie Monstranzen oder Kelche, wurden meistens in der Sakristei der jeweiligen Kirche aufbewahrt.